CFD steht für Contract for Difference – auf Deutsch Differenzkontrakt. Es ist eine Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Broker: Sie tauschen die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs eines Basiswerts aus – ohne den Basiswert selbst zu kaufen. Ob Aktie, Index, Rohstoff oder Währung: Mit CFDs können Sie auf steigende und fallende Kurse spekulieren.
Ein Beispiel
Sie glauben, dass der DAX steigt, und kaufen einen CFD auf den DAX. Steigt der Index von 18.000 auf 18.300 Punkte, erhalten Sie die Differenz von 300 Punkten gutgeschrieben (multipliziert mit Ihrer Kontraktgröße). Fällt der Index, zahlen Sie die Differenz. Long (Kauf) bei steigenden, Short (Verkauf) bei fallenden Kursen – beides ist mit CFDs möglich.
Hebel und Margin
CFDs werden fast immer mit Hebel gehandelt. Sie hinterlegen nur einen Teil des Positionswerts als Margin. Die in der EU geltenden ESMA-Hebelgrenzen begrenzen den maximalen Hebel für Privatkunden – bei Krypto-CFDs etwa auf 2:1, bei Aktien-CFDs auf 5:1, bei Indizes auf 10:1 oder 20:1.
Kosten bei CFDs
- Spread: Differenz zwischen An- und Verkaufskurs – der Hauptkostenpunkt (Details).
- Kommission: Bei Aktien-CFDs oft ein fester Satz pro Trade.
- Swap/Overnight-Finanzierung: Für Positionen, die über Nacht gehalten werden (Gebühren-Überblick).
- Produktspezifische Gebühren: Manche Anbieter erheben Gebühren für bestimmte Instrumente oder Kontofunktionen.
Risiken, die Sie kennen müssen
- Hebelrisiko: Verluste können das eingesetzte Kapital schnell übersteigen – die Negative Balance Protection bei EU-Brokern begrenzt das auf Ihr Guthaben.
- Marktrisiko: Kurse können sich schnell und unerwartet bewegen.
- Gegenparteirisiko: Ihr Vertragspartner ist der Broker. Ein unregulierter Broker kann seinen Verpflichtungen unter Umständen nicht nachkommen – deshalb ist die Regulierung das wichtigste Kriterium.
Worauf Sie bei einem CFD-Broker achten sollten
- Reguliertes EU-Gesellschaft mit BaFin-/ESMA-Bezug
- Transparente Preisstellung und Ausführung
- Ein- und Auszahlung, die funktioniert
- Plattform, die zu Ihnen passt (Plattform-Vergleich)
Unsere Broker-Profile dokumentieren Produktangebot, Kosten und Regulierung der wichtigsten Anbieter.
Der Unterschied zu Forex
Forex-Trading ist der Handel mit Währungspaaren – bei den meisten Brokern technisch ebenfalls als CFD. Der Unterschied liegt im Angebot: CFDs umfassen zusätzlich Aktien, Indizes, Rohstoffe, ETFs und Krypto. Mehr dazu im Artikel CFD vs. Forex.
Risikohinweis
Studien zeigen, dass ein großer Teil der Privatanleger mit CFDs Geld verliert. Handeln Sie nur mit Kapital, dessen Verlust Sie verkraften, und nutzen Sie vor dem Einstieg ein Demo-Konto.